Bon Voyage!

Diese Arbeit ist eine uns stets begleitende Erinnerung, wie wir die Welt sehen oder neu entdecken dürfen – eben auf unterschiedliche Art und Weise.

18.03.2021

Ein Interview mit Cordula Sohst-Brennenstuhl und Dominic Brennenstuhl, den Leihgebern der Werke von Till Krause – Achse Kiel–Hamburg, Blickfeldkarte und Handykarte

Welche Bedeutung haben die topographischen Karten von Till Krause für Sie?

Sie geben einen Eindruck von den differenzierten Möglichkeiten, Landschaften räumlich zu erfahren und kartographisch zu vermessen. So zeigt Till dem Betrachtenden konzeptuell  seine „Vermessung der Welt“, sein Abbild der Wirklichkeit in dessen Zentrum er selbst steht. 

Es geht um den Blick und die Aufmerksamkeit in und für die Welt und darum den anderen genau daran teilhaben zu lassen, sich darüber auszutauschen und sich weiterzuentwickeln. Diese Arbeit ist eine uns stets begleitende Erinnerung, wie wir die Welt sehen oder neu entdecken dürfen – eben auf unterschiedliche Art und Weise. 

Wohin sind die Werke bereits gereist? 

Diese Karten wurden bereits in der GAK Bremen und im Museum Weserburg, in der Kunsthalle Kiel und im Kunstverein Hamburg, in der Kunsthalle Hamburg ausgestellt und bei uns in den eigenen vier Wänden gezeigt.

Till Krause, Achse Kiel-Hamburg, Blickfeldkarte und Handykarte, 2001, Acryl auf Topographischer Karte (1:25000), je 90 x 408 cm, Sammlung Dominic und Cordula Sohst-Brennenstuhl, Courtesy of the artist, © Till Krause

Reisen Sie für die Kunst oder zur Kunst?

Selbstverständlich reisen wir für die Kunst und zur Kunst. Jede(r) Kunstliebhaber*in tut dies, denn die Kunst verbindet die Menschen, regt zu Diskussionen an und vieles mehr.

Gibt es in Ihrer Sammlung weitere Werke, die mit dem Thema Reisen zu tun haben?

Wenn Sie damit auch Zeitreisen oder Gedankenreisen meinen, dann ja.  Till Krauses Karten vereinen viele Themen, die sich in der Sammlung auf unterschiedliche Art widerspiegeln und sich auch in den unterschiedlichen Werken diverser Künstler*innen wiederfinden lassen. 

Wer reist mehr – Sie oder Ihre Kunst?

Momentan zu Corona-Zeiten reist die Kunst sicherlich mehr als wir.